Tierdiamant: Wie aus deinem Tier ein Diamant wird
Aus dem Fell oder der Asche eines Tieres kann ein echter, zertifizierter Diamant entstehen — möglich bei nahezu jedem Tier, vom Hund über die Katze bis zum Pferd, sogar bei Vögeln über ihre Federn. Benötigt wird etwa eine Handvoll Fell oder 100 bis 200 g Asche; die Herstellung dauert rund 10 bis 16 Wochen, die Preise beginnen bei 999 €. Für Tiere gilt kein Bestattungsrecht, ein Tierdiamant ist also ohne Genehmigungen und Formalitäten möglich. Das Material kannst du selbst einsenden oder über den Tierbestatter einsenden lassen.
Was ist ein Tierdiamant?
Ein Tierdiamant ist ein echter Diamant, der im Labor aus dem Kohlenstoff wächst, den das Fell, die Federn oder die Asche eines Tieres enthalten. Ein Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff[1] – genau dem Element, das auch in organischem Material steckt. So entsteht ein bleibendes Andenken, das man in der Hand halten oder als Schmuck tragen kann.

Für welche Tiere ist es möglich?
Grundsätzlich ist ein Erinnerungsdiamant bei jedem Tier möglich, da jedes organische Material Kohlenstoff enthält. Am häufigsten sind es Hunde, Katzen und Pferde, aber auch Kleintiere und Vögel sind kein Problem. Die folgende Übersicht zeigt, welches Material sich eignet:
| Tier | Geeignetes Material | Besonderheit |
|---|---|---|
| Hund | Fell & Asche | Mehr dazu auf der Seite Diamant für deinen Hund. |
| Katze | Fell & Asche | Schon eine Handvoll Fell genügt. |
| Pferd | Schweif und Mähne, auch Asche | Meist reichlich Material vorhanden. |
| Kleintiere (z. B. Kaninchen) | Fell, ggf. mit Asche kombiniert | Auch kleine Mengen reichen aus. |
| Vögel | Federn | Federn sind extrem kohlenstoffreich. |
Auch persönliche Erinnerungsstücke lassen sich einbeziehen und kombinieren, etwa ein Stück der Lieblingsdecke oder Spielzeugstoff. Entscheidend ist nur, dass das Material organisch und damit kohlenstoffhaltig ist.
So läuft es ab
Von der Einsendung bis zum fertigen Diamanten sind es fünf Schritte. Insgesamt dauert es in der Regel rund 10 bis 16 Wochen.
- Material sammeln oder erhalten: Fell, Federn oder Asche – du selbst oder dein Tierbestatter kann einsenden.
- Transformation zu Graphit: Der Kohlenstoff wird zu hochreinem Graphit aufbereitet.
- Wachstum im HPHT-Verfahren[2]: Unter hohem Druck und über 1.600 °C wächst ein echter Diamant.
- Schliff & IGI-Zertifizierung: Der Diamant wird geschliffen und unabhängig zertifiziert – das Zertifikat ist inklusive.
- Lieferung: Dein Diamant kommt in einer edlen Box nach Hause, mit Zertifikat.

Jeder Auftrag wird in einer fest verschließbaren, beschrifteten Box geführt, die das Material durch jeden Schritt begleitet. Warum ein Labordiamant ein echter Diamant ist und wie sich das prüfen lässt, erklärt die Seite zur Echtheit & IGI-Zertifizierung.
Wie viel Material wird benötigt?
Für einen Diamanten genügt eine kleine Menge. Du kannst Fell und Asche auch mischen.
- Fell: etwa eine Handvoll, auch aus der Bürste.
- Asche: 100 bis 200 g als Teilmenge; der Rest bleibt in der Urne.
- Federn: schon wenige genügen, da sie sehr kohlenstoffreich sind.
- Ist nur wenig Material vorhanden, lässt sich nach Rücksprache reiner Kohlenstoff beifügen.
Viele Menschen sammeln schon zu Lebzeiten in Ruhe etwas Fell, ganz ohne Druck. So hältst du dir die Möglichkeit offen, falls du sie später einmal nutzen möchtest.
Was kostet ein Tierdiamant?
Ein Tierdiamant ist ab 999 € möglich. Der Preis ist für Tier und Mensch identisch und richtet sich vor allem nach der Größe (Karat) des Diamanten, nicht nach Art oder Menge des Materials. Eine vollständige Übersicht findest du auf der Preisseite.
Rechtliches: kein Friedhofszwang bei Tieren
Für Tiere gilt kein Bestattungsrecht. Ein Tierdiamant aus Fell oder Asche ist deshalb direkt möglich, ohne Genehmigungen und ohne Formalitäten. Das ist der wichtige Unterschied zum Menschen: Für die Asche verstorbener Menschen gilt in Deutschland grundsätzlich der Friedhofszwang. Was dort erlaubt ist, erklärt der Ratgeber zur Diamantbestattung und Rechtslage.
Tierdiamant im Vergleich
Der Tierdiamant ist eine von mehreren Möglichkeiten, ein Tier in Erinnerung zu behalten. Zur Einordnung ein kurzer, neutraler Blick:
- Tierurne: bewahrt die Asche an einem festen Ort auf. Sie ist günstiger, aber nicht tragbar und weniger persönlich gestaltbar.
- Pfotenabdruck: ein schönes, sehr preiswertes Andenken. Er bildet einen Moment ab, entsteht aber nicht aus dem Material des Tieres selbst.
- Schmuck mit eingearbeiteter Asche: trägt einen kleinen Teil der Asche sichtbar. Anders als beim Diamanten bleibt die Asche dabei Asche und wird nicht zu einem echten Edelstein.
Der Tierdiamant verbindet beides: ein greifbares, tragbares Andenken, das direkt aus dem Material deines Tieres entsteht.
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
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Quellen
- Diamant – Aufbau aus Kohlenstoff (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Diamant (abgerufen am 24.07.2026)
- Synthetischer Diamant – Herstellung im Labor, u. a. HPHT-Verfahren (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetischer_Diamant (abgerufen am 24.07.2026)
