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Diamant aus Haaren: Was ist möglich?

Stand: Juli 2026

Aus ein bis zwei Handvoll Haaren entsteht ein echter, im Labor gewachsener Diamant. Die Haare können von einem verstorbenen Menschen stammen, aber ebenso von einem lebenden: Ein Haardiamant ist zu Lebzeiten genauso möglich. Die Herstellung dauert rund 10 bis 16 Wochen, die Preise beginnen bei 999 €. Haare lassen sich mit Asche oder persönlichen Erinnerungsstücken kombinieren. Für Haare gilt – anders als für Asche – kein Bestattungsrecht.

Was ist ein Diamant aus Haaren?

Ein Diamant aus Haaren ist ein echter Diamant, der im Labor aus dem Kohlenstoff wächst, den menschliches Haar enthält. Ein Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff[1], genau dem Element, das auch in Haaren steckt. Weil Haar besonders kohlenstoffreich ist, eignet es sich gut als Ausgangsmaterial, ganz gleich, ob es von einem geliebten Verstorbenen oder von einem lebenden Menschen stammt.

Farbiger Erinnerungsdiamant zwischen mehreren farblosen Brillanten, im Hintergrund weiße Blüten
Aus dem Haar eines Menschen entsteht ein echter, IGI-zertifizierter Diamant.

Für wen und aus welchem Anlass?

Ein Diamant aus Haaren passt zu ganz unterschiedlichen Situationen, vom stillen Andenken bis zum hellen Geschenk mitten im Leben. Die folgende Übersicht zeigt die häufigsten:

Diamant aus Haaren nach Situation und Anlass.
SituationMaterialBesonderheit
Andenken an einen VerstorbenenHaare, gern mit Asche kombiniertAuch eine aufbewahrte Locke kann genügen.
Zu Lebzeiten, als Zeichen der Verbundenheiteigenes oder gemeinsames HaarGanz ohne Formalitäten, zum Beispiel zu einem besonderen Anlass.
Zwei Menschen in einem SteinHaare beider PartnerEin Diamant, in dem zwei Menschen zusammenkommen.
Kinderlockedie ersten Haare deines KindesEine Erinnerung an einen Lebensabschnitt.

Für die schönen Anlässe im Leben, etwa Verlobung, Hochzeit oder Jahrestag, ist der Love Diamond gedacht. Ein Trauerfall ist nicht nötig: Ein Haardiamant darf auch ein Geschenk voller Freude sein.

Goldener Solitärring mit rundem Brillanten an einer Hand
Ein Diamant aus Haaren kann auch ein helles Geschenk zu Lebzeiten sein.

Wie viele Haare werden benötigt?

Für einen Diamanten genügt eine kleine Menge Haar.

  • Ein bis zwei Handvoll Haare.
  • Auch gesammelte Haare eignen sich, etwa aus der Bürste oder eine aufbewahrte Locke.
  • Ist weniger vorhanden, lässt sich das Haar mit Asche oder anderem organischem Material kombinieren, oder es wird nach Rücksprache natürlicher Graphit beigefügt.

Viele Menschen bewahren ganz in Ruhe etwas Haar auf, ohne einen festen Plan. So hältst du dir die Möglichkeit offen, falls du sie später einmal nutzen möchtest.

So läuft es ab

Der Weg zum fertigen Diamanten ist bei Haaren derselbe wie bei Asche und dauert in der Regel rund 10 bis 16 Wochen:

  1. Material einsenden: Du sendest die Haare selbst ein, ein bis zwei Handvoll genügen.
  2. Transformation zu Graphit: Der Kohlenstoff aus dem Haar wird zu hochreinem Graphit aufbereitet.
  3. Wachstum (HPHT): Unter hohem Druck und über 1.600 °C wächst daraus ein echter Diamant.
  4. Schliff & IGI-Zertifizierung: Der Diamant wird geschliffen und unabhängig zertifiziert, das Zertifikat ist inklusive.
  5. Lieferung: Dein Diamant kommt in einer edlen Übergabebox nach Hause.

Den Prozess Schritt für Schritt, mit allen Details zur Kohlenstoff-Extraktion und zum HPHT-Verfahren, erklärt unser Ratgeber Diamant aus Asche.

Haare und Asche kombinieren

Am häufigsten wählen Kunden einen kleinen Teil Asche zusammen mit Haaren. Der Grund ist einfach: Haar ist besonders kohlenstoffreich und ergänzt die Asche gut. So lässt sich schon aus wenig Material ein Diamant gewinnen, während der weitaus größte Teil der Asche für eine reguläre Beisetzung bleibt.

Ob nur Haare, nur Asche oder beides zusammen: Am Ergebnis, einem echten Diamanten, ändert das nichts. Welcher Weg für dich der richtige ist, besprechen wir in Ruhe gemeinsam.

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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

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Quellen

  1. Diamant – Aufbau aus reinem Kohlenstoff (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Diamant (abgerufen am 27.07.2026)
  2. Synthetischer Diamant – Herstellung im Labor, u. a. HPHT-Verfahren (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetischer_Diamant (abgerufen am 27.07.2026)